Nach der Eröffnung durch Roland und Lorenz Gareis gelang es Karl-Heinz Land in einem fulminanten Vortrag, die Digitalisierung und die damit verbundene Zerstörung viele traditioneller Wertschöpfungsketten pointiert darzustellen. In einer Welt, in der Menschen nicht mehr Autos, sondern Mobilität von A nach B erwerben, müssen Autobauer ihre Geschäftsmodelle überdenken, um nicht von Uber, Google und co. ausgebootet zu werden.

Eine leicht angespannte Atmosphäre entstand im Vortragssaal, als Sonja Radatz ihre 15 Gründe präsentierte, warum Projektmanagement hochgefährlich für den Unternehmenserfolg sei. Leider konnte Frau Radatz aus meiner Sicht ihre Thesen zur projektfreien Organisation nicht untermauern . So wirkt etwa die These „Projektmanagement eignet sich für die triviale Welt. Aber wir leben in einer nichttrivialen“ etwas antiquiert, da agile Selbstorganisation und Leadership Frameworks wie Cynefin sich genau damit beschäftigen, Führung in skomplexen oder gar chaotischen Umgebungen neu zu definieren.

Am Nachmittag gab es neben Vorträgen auch eine Vielzahl an Workshops, die sich mit vielen verschiedenen Themen, denen sich Projektmanager im agilen Umfeld stellen müssen, beschäftigen. Sehr interessant war für mich der Workshop mit Andra Calancea und Andreas de Pretis zum Thema Mob-Programming. Nach einer theoretischen Einführung in Mob-Programming konnten wir sofort das Konzept selbst ausprobieren und haben in kurzer Zeit eine Webapplikation um eine Funktion erweitert. Die Idee hinter Mob-Programming, Pair Programming weiter zu denken und ganze „cross-functional“ Teams gemeinsam an nur einem PC arbeiten finde ich sehr spannend und kann mir den Einsatz in komplexen Projekten, bei denen Wissenstransfer eine große Rolle spielt sehr gut vorstellen. Der zweiter Workshop, den ich besuchen konnte, beschäftigte sich mit Lego Serious Play und den Möglichkeiten, dieses Coaching Tool zum Beispiel in der Projektkommunikation oder im Team Building einzusetzen. Natürlich gab es hier auch die Möglichkeit, praktisch tätig zu werden und mit Lego die Energieversorgung der Zukunft zu bauen.

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 Mein Dank gilt dem PMI Chapter Austria, das mir die Teilnahme  an Happy Projects 2017 ermöglicht hat!

 

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